Jana Seelig: „Minusgefühle“

minusINFOS
Format: Taschenbuch
Preis: 14,99 €
Gibt’s hier zu kaufen: thalia.de

INHALT
Jana Seelig hat im Netz herausgebrüllt, was es heißt, depressiv zu sein, und ist damit zu einer starken Stimme vieler Betroffener geworden. In ‚Minusgefühle‘ beschreibt sie ihre Niederlagen, ihre Chancen, ihre Traurigkeit und ihren ständigen Kampf gegen die Krankheit. Sie erzählt, was man fühlt, wenn man nichts fühlt. Davon, wie es ist, wenn man alles Mögliche versucht, um überhaupt etwas fühlen zu können: Alkohol, Sex, Drogen ― der Versuch, so viel es geht zu leben, kostet sie genau so viel Kraft wie die vielen Erklärungen für Nichtbetroffene. Sprachmächtig und kompromisslos schreibt sie über die Depression, die ein Teil ihres Lebens ist ― aber ihr Leben nicht mehr bestimmt.

PERSÖNLICHES FAZIT
2014 hatte ich noch einen Twitter-Account und ich erinnere mich genau an den Hashtag #NotJustSad. Damals dachte ich „Was ist das denn nun schon wieder?!“, da meine Timeline auf einmal voll davon war. Und dann habe ich angefangen, die Tweets zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Aber erst durch das Lesen von „Minusgefühle“ habe ich begriffen, wer oder was der Auslöser war und was das Ganze auf sich hat(te).
„Minusgefühle“ beschreibt die unerbittliche Wahrheit des Krankheitsbildes Depression und wie es sich für einen Menschen, der darunter leidet, anfühlt. „Minusgefühle“ bringt dem Leser die Fassetten einer Depression näher und beschreibt die damit verbundenen Gefühle des Betroffenen, die man als Außenstehender vermutlich nicht begreift oder nachvollziehen kann. „Minusgefühle“ appelliert an den Leser, den Gedanken an eine Depression nicht zu verdrängen, sondern sich helfen zu lassen, dagegen anzukämpfen. Nicht die Augen vor dem zu verschließen, was man nicht sehen möchte.
Am liebsten würde ich das gesamte letzte Kapitel des Buches, „Ich bin nicht die Depression“, zitieren, da dieses eine ganz wunderbare Zusammenfassung ist.
Jana Seelig ist für mich persönlich eine starke Persönlichkeit und ich ziehe den Hut vor ihr und allen Menschen, die offen über das Krankheitsbild Depression sprechen und dies mit uns teilen. Denn wenn niemand den Mund aufmachen würde, wüssten wir noch weniger, wie wir damit umgehen sollten.

Bildschirmfoto 2014-11-16 um 18.38.21

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